Brand im Eiderblick: 80 Einsatzkräfte vor Ort

Als die Feuerwehr kurz nach 11.30 Uhr mit Blaulicht und Martinshorn die Dorfstraße in Richtung Süden fuhr, dachten sich viele Sehestedter an diesem stürmischen Tag nichts dabei. Als dann die gelben Wasserschläuche entlang der Straße ausgerollt wurden, vermutete mancher einen Wasserschaden. Aber es war ein Brand, der einen Großeinsatz der Sehestedter und umliegenden Feuerwehren auslöste.

Mehrere Feuerwehren löschen den Brand im Eiderblick. Fotos: Sabine Sopha

In der Straße Eiderblick gab es kurz darauf kein Durchkommen mehr, Einsatzfahrzeuge versperrten den Weg. Der Carport samt Auto von Haus Nummer 7 brannte. Flammen waren keine zu sehen, aber dichter Qualm hing über dem Haus. Die Wehrmänner und -frauen waren daher mit Atemschutzgeräten im Einsatz. Verletzt wurde niemand.

„80 Einsatzkräfte waren an den Löscharbeiten beteiligt“, erklärte Daniel Passig, Pressesprecher der Feuerwehr Rendsburg-Eckernförde. Als erste vor Ort waren die Kameraden aus Sehestedt mit ihrem neuen Löschfahrzeug.

Die Freiwillige Feuerwehr Sehestedt im Einsatz.

Dieses hat einen großen Wassertank. Auf diese Weise konnten die Kameraden schnell die Wasserversorgung übernehmen, die ansonsten nicht ganz einfach war. „Aus dem Nord-Ostsee-Kanal wurde Wasser gepumpt, ebenso aus einem Regenrückhaltebecken“, informierte Daniel Passig. Daher zogen sich die gelben, prall gefüllten Wasserschläuche die ganze Dorfstraße entlang.

Die Schläuche müssen bis zum Nord-Ostsee-Kanal ausgelegt werden.

„Über ein angebautes Carport hat sich ersten Ermittlungen nach der Brand ins Dachgeschoss des Einfamilienhauses ausgebreitet“, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei. Eine Nachbarin berichtet: „Es gab einen Knall. Dann brannte es schon“. Bereits nach kurzer Zeit war das Auto in dem Unterstand verbrannt. Vermutlich brannte es dann schnell im Haus, weil es sich – laut Nachbarin – um ein Holzhaus handelt, dass von außen mit Steinen verblendet ist.

„Das Feuer wurde durch den Wind auf das Haus übertragen“, erklärt Daniel Passig, Pressesprecher der Feuerwehr Rendsburg-Eckernförde. So galt das Augenmerk der Einsatzkräfte auch den beiden Nachbarhäusern, eines davon ebenfalls aus Holz.

Die Atemschutzgeräteträger werden ausgerüstet.

Die zahlreichen Atemschutzträger hatten ihre Geräte in den umliegenden Carports ausgebreitet, daneben standen Wasserflaschen, denn die Einsatzkräfte – die eine besondere Ausbildung absolviert haben – müssen viel trinken. Die Anwohner wurden gebeten, in ihren Häusern zu bleiben. Auch die Berichterstatterin wurde darauf aufmerksam gemacht, dass der Qualm zwar nicht in Richtung Straße ziehe, aber es aus gesundheitlichen Gründen besser sei, wenn sie den Brandort verlasse. Die Sehestedter verhielten sich diszipliniert, zwar standen in den umliegenden Straßen Anwohner beisammen, aber es gab keine Gaffer. Mancher der Sehestedter musste dabei an den Brand in der Kanalvilla am 3. April 2016 denken. Sabine Sopha

Berichterstattung Landeszeitung: Link

Leider abgesagt: Die Ausstellung in der Alten Schule

Die Vorbereitungen sind getroffen, Flyer gedruckt und verteilt – doch Corona vereitelt auch die Pläne von Karin und Heiner Pohl. Die Ausstellung in ihrem Wohnhaus, der Alten Schule, am Wochenende 11. und 12. Dezember haben sie schweren Herzens abgesagt. Viel Herzblut steckt in dem Projekt, das in Verbindung mit ihrem langjährigen Engagement für die Psychiatrie in Krakau (Polen) steht.

„Wir haben uns so sehr gefreut, diese Ausstellung wie im letzten Jahr wiederholen zu können, dieses Mal sogar mit weihnachtlicher Musik“, erklärt Karin Pohl. „Doch die momentane Situation lässt uns leider keine andere Wahl.“ In ihrem Haus hätten sie die Sicherheit, die nötig gewesen wäre, nicht herstellen können. „Im nächsten Frühjahr laden wir wieder ein, dann mit einem Konzert im alten Schulgarten“, verspricht sie.

Karin Pohl ist Sozialtherapeutin. Bereits vor 30 Jahren hat sie eine Partnerschaft mit dem Babinski-Klinkikum in Krakau begonnen – im Rahmen ihrer Arbeit der deutsch-polnischen Gesellschaft für seelische Gesundheit, dessen Vorstandsmitglied sie lange Zeit war. Diese Partnerschaft wird seit 20 Jahren bei der Brücke Rendsburg-Eckernförde fortgesetzt. Karin Pohl initiierte zahlreiche gemeinsame Urlaube mit Nutzern der Brücke und Patienten des Babinski-Krankenhauses. Unter anderem hierfür und andere Aktivitäten wurde sie 2008 vom polnischen Staat für ihre Verdienste zum Schutze der Menschenrechte ausgezeichnet. 

Die Verbindung nach Polen besteht nach wie vor. Begeistert berichtet Karin Pohl von Krzysztof Putanowicz. Von ihm hängen etliche Bilder in dem langen Flur ihres historischen Hauses. Es sind zahlreiche Landschaften, und eine Ähnlichkeit mit den lichtdurchfluteten, federleichten Aquarellen des englischen Malers William Turner ist nicht rein zufällig.

Ein Bild von Krzysztof Putanowicz. Fotos: Sabine Sopha

„Krzysztof Putanowicz war ein Patient, der malte. Jetzt ist er ein Maler, er ab und zu noch psychische Probleme hat“, beschreibt Karin Pohl den bemerkenswerten Werdegang des Polen. Er war im Babinski-Klinkikum in Krakau in Behandlung, einem der größten psychiatrischen Krankenhäuser in Polen, als man dort begann, eine Kunstthearpie anzubieten. Der Architekt (Jahrgang 1975) besuchte ein Turner-Ausstellung. Das war die Initialzündung für seinen künstlerischen Werdegang.

Regelmäßig besuchen Karin und Heiner Pohl das Nachbarland Polen. In diesem Herbst waren sie wieder dort und haben die Putanowicz-Bilder für die Ausstellung mitgebracht. Über die Jahre sind Freundschaften entstanden und immer wieder Aktionen für die Babinski-Patienten organisiert worden. Das Credo: „Wir möchten den Menschen so viele normale Situationen wie möglich anbieten“. So wohnte einmal eine große Patientengruppe mit großem Vergnügen in der Heuherberge Naeve.

Die alte Schule in Sehestedt.

Das Paar aus Sehestedt hat diese Aktivitäten stets organisiert und begleitet. So fungiert Geschichtsprofessor Heiner Pohl oftmals als Fahrer. Und einmal vermittelte er den Besuch eines Orgelkonzertes. Dabei hatte er nicht bedacht, dass der späte Termin den geregelten Tagesablauf der psychisch kranken Menschen durcheinanderbringen könnte. Doch die Bedenken waren unnötig. „Als wir sie anschließend gefragt haben, welches der Höhepunkt der Reise für sie war, haben viele das Konzert genannt“, sagt Pohl erfreut. Die Unternehmungen sind also für beide Seiten eine Bereicherung. So sind daraus Tanzabende in Eckernförde entstanden. „101 Partys haben wir vor Corona organisiert“, erklärt Karin Pohl, bei denen ihr Mann als Diskjockey im Einsatz war.

Gemeinsam mit der Brücke wurden 2016 erstmals in deren Räumen in der Ahlmannstraße Werke aus Polen ausgestellt (Link zum Artikel in der TAZ https://taz.de/Die-Welt-ist-ein-bruechiges-Konstrukt/!5312291/) . Mit dem Landesbeauftragten für Politische Bildung organisiert gab es eine Ausstellung in Kiel, 2019 war Putanowicz an der „HafenArt“ in Eckernförde beteiligt. 2020 zeigt das Ehepaar Pohl die Putanowicz-Bilder erstmals in der Alten Schule. Und machte die Erfahrung, dass die Veranstaltung sehr gut angenommen wurde.

Der Flur des historischen Gebäudes in Sehestedt ist wie geschaffen für eine Ausstellung. Hier hängen stets groß- und kleinformatige Originale verschiedenster Künstler. Unter anderem von Rebecca Neundorf, der Enkelin des Paares, die sich auf lebensechte Tierbilder spezialisiert hat und auch am kommenden Wochenende dabei gewesen wäre. Und Monika Metzger hatte die Kontakte zu der kubanischen Sängerin Leticia vermittelt, die am Sonnabend Weihnachtslieder vortragen sollte.

Die öffentliche Ausstellung mit Musik (unter 2G-Bedingungen) wäre ein kleines kulturelles Highlight in der Sehestedt gewesen. Die Pohls hatten auch Unterstützung von der Gemeinde bekommen. Die Bemühungen aller Beteiligten werden aber nicht vergeblich gewesen sein. Denn bereits vor der coronabedingten Absage hatten Karin und Heiner Pohl signalisiert: „Wir möchten unser Haus künstlerisch öffnen und können uns langfristig Veranstaltungen in der Alten Schule vorstellen“. Wenn die Bedingungen stimmen, wird es im Frühjahr eine Veranstaltung geben. sab

Auf zum Gut: CDU-Ortsverband verkaufte Weihnachtsbäume

Es war einmal mehr ein großer Erfolg. Der bereits traditionelle Weihnachtsbaumverkauf des Sehestedter CDU-Ortsverbands unter Leitung von Bürgermeister Torsten Jürgens-Wichmann lockte auch in diesem Jahr, unter Beachtung der Corona-Regeln, viele Bürger am Samstagvormittag auf das Gelände von Gut Sehestedt, um eine hübsche Nordmanntanne erstehen zu können.

Bürgermeister Torsten Jürgens-Wichmann freut sich auch in diesem Jahr über den Erfolg des Weihnachtsbaumverkaufs.

Exakt 83 Tannen, frisch in den Tagen zuvor in Brekendorf geschlagen, konnten an Sehestedter Bürger, aber auch an Nicht-Sehestedter Gäste,. verkauft werden. Für den innerörtlichen Transport der Bäume bis vor die heimische Haustür der Käufer sorgten einmal mehr der frühere Dorf-Arzt Wolfgang Rumpf und die Mitglieder des Öltimer-Traktoren-Clubs mit ihrem Chef Bruno Dohrn.

Die Baumtransporter (von links): Bruno Dohrn, Willi Koop und Rüdiger Sell

Begleitet wurde die Veranstaltung durch ein kleines Konzert der Sehestedter Kindergartenkinder, einmal mehr engagiert organisiert von Monica Metzger.

Schöne Weihnachtslieder sangen die Kindergarten-Kinder mit Monica Metzger (rechts)

Bürgermeister Jürgens-Wichmann war überaus zufrieden mit dem Erfolg des Verkaufs und gab auch bekannt, dass der diesjährige Erlös den Öltimern und den beiden Angelvereinen in der Gemeinde zugutekommen würde. Und natürlich soll es auch 2022 wieder einen Weihnachtsbaumverkauf in Sehestedt geben. whe

Gesundheitsministerium informiert zur Impfkampagne: Buchungsmöglichkeit wird ab 2. Dezember 2021 weiter geöffnet

In Schleswig-Holstein gibt es verschiedene Wege zur Impfung: In den Arztpraxen, mit Terminbuchung in den Impfstellen und über offene Angebote. Am Donnerstag, 2. Dezember 2021, startet die Terminbuchungsmöglichkeit für die Impfstellen auch für unter 60-Jährige. Bereits seit dem 25. November ist die Terminbuchung für Bürgerinnen und Bürger ab 60 Jahren freigeschaltet. In den Impfstellen können Termine für Erst-, Zweit-, oder Auffrischimpfungen gebucht werden. Bei einer Auffrischimpfung soll der Abstand vom gebuchten Termin zur Grundimmunisierung in der Regel sechs, aber mindestens fünf Monate betragen. Wer mit dem Einmal-Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft wurde, sollte 28 Tage nach dieser Impfung einen Termin für eine Impfung mit einem mRNA-Impfstoff wahrnehmen, um den Schutz der Grundimmunisierung zu optimieren.

Geimpft wird in den Impfstellen mit dem mRNA-Impfstoff von Moderna. Dieser ist ab einem Alter von 12 Jahren zugelassen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Verwendung erst ab 30 Jahre. Für Personen, die unter 30 Jahre alt sind, ist die Verwendung jedoch nach individueller Entscheidung und ärztlicher Aufklärung auch in den Impfstellen möglich.

Der Impfstoff von BioNTech, der genauso gut geeignet ist, um Erst-, Zweit- oder Drittimpfungen vorzunehmen und der auch für Menschen unter 30 Jahren durch die Stiko empfohlen wird, ist aktuell aufgrund einer Kontingentierung durch das Bundesgesundheitsministerium nur begrenzt verfügbar. Gesundheitsminister Heiner Garg hatte deshalb am 22. November gemeinsam mit den Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsministern der anderen Länder den Bund nachdrücklich aufgefordert, hier schnell Abhilfe zu schaffen und neben dem Impfstoff von Moderna auch wieder BioNTech-Impfstoff zur Verfügung zu stellen

Gebucht werden kann weiterhin über die Seite www.impfen-sh.de . Bislang erfolgten für die 26 Impfstellen im Land über 80.000 Terminbuchungen für die Gruppe der Menschen ab 60 Jahren (Stand 1.12.).

Termine können zunächst bis einschließlich Februar gebucht werden. Es können nur Einzeltermine gebucht werden. Personen, die keinen Internetzugang haben, wird empfohlen, sich beispielsweise über Nachbarn, Familie oder Freunde unterstützen zu lassen oder alternativ bei einer Hausarztpraxis einen Termin zu vereinbaren. Bei Schwierigkeiten wird zudem Hilfe unter der Telefonnummer 0800 455 655 0 angeboten.

Falls alle Termine vergeben sein sollten, wird es wie auch im Sommer eine Registrierungsmöglichkeit geben, bei der registrierte Personen automatisch einen Termin erhalten, sobald dieser verfügbar ist. Niemand muss also wiederholt in kurzen Abständen die Seite aufrufen. Entweder man bucht seinen Wunschtermin direkt, oder – für den Fall, dass zunächst keine freien Termine verfügbar sind – man registriert sich einmalig und erhält bei Verfügbarkeit einen Termin zugewiesen.

Insgesamt stehen bis Ende Februar zunächst 500.000 Termine im Buchungssystem zur Verfügung. Umfangreiche Informationen inklusive Fragen und Antworten finden Sie unter www.impfen-sh.de

 

Impfquoten und Hintergrund

In Schleswig-Holstein sind aktuell (Stand 1. 12.) 75,4 Prozent aller Menschen mindestens einmal geimpft, vollständig geimpft sind 72,8 Prozent und eine Auffrischungsimpfung haben 12,6 Prozent der Menschen erhalten. Bei den über 18-Jährigen sind bereits 87,4 Prozent einmal und 84,7 Prozent vollständig geimpft. Schleswig-Holstein bewegt sich bei den Impfquoten weiter in der Spitzengruppe der Länder.

Um die hohe Nachfrage bei Auffrischimpfungen sowie Erst- und Zweitimpfungen zu bedienen, hatte Schleswig-Holstein das Impfangebot erweitert. Land, Kommunen und Kassenärztliche Vereinigung haben zusätzlich zum bestehenden Impfangebot bei den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten und den offenen Impfaktionen mit mobilen Teams neue stationäre Impfstellen mit Terminbuchungsmöglichkeit auf den Weg gebracht.

 

 

Der Sehestedter Weihnachtsbaum: Und wieder leuchtet er

Unter Beachtung strenger Corona-Regeln konnte am 27. November 2021 erstmals das inzwischen schon traditionelle Weihnachtsbaum-Anleuchten wieder in Sehestedt veranstaltet werden. Gut 50 Sehestedter Bürger nahmen an der schönen Feier vor dem Kanal-Treff teil.

Bürgermeister Torsten Jürgens-Wichmann freute sich, über den Zuspruch der Bürger zum Weihnachtsbaum-Anleuchten. „Es ist toll, dass wir erstmals wieder zu diesem Anlass zusammenkommen können“, so der Bürgermeister und ließ in der Ansprache dann kurz das laufende Jahre revue passieren. Vor allem bedankte er sich bei den Beteiligten, die dieses Zusammentreffen erst ermöglicht hätten.

Bürgermeister Torsten Jürgens-Wichmann spricht

Für den Transport und das Aufstellen des riesigen Weihnachtsbaumes sorgten einmal mehr die ÖlTimer, der Traktoristenverein mit seinen rührigen Mitgliedern, die den Baum aus dem Brekendorfer Forst nach Sehestedt transportiert und aufgerichtet hatten. Dank gebührte auch dem Team vom Sehestedter Imbiss, das erfolgreich Sorge trug, ausreichend Bratwürstchen und lecker Punsch verfügbar zu haben.

Der Sehestedter Posaunenchor spielt Weihnachtslieder

Besonders erwähnte Jürgens-Wichmann aber auch den Sehestedter Posaunenchor, der die Veranstaltung mit schöner weihnachtlicher Musik begleitete.

Gemütlich sitzen in den Sehestedter Kojen

Es war eine überaus gelungene Veranstaltung, die trotz zu beachtender Corona-Restriktionen den Teilnehmern viel Freude bereitete und so es irgendwie geht, auch im kommenden Jahr wieder organisiert werden sollte. whe

Dort gibt es Bratwurst und Glühwein

Ein Spitzenfahrzeug: Freiwillige Feuerwehr präsentiert den LF 10

Rot, glänzend und geschmückt präsentierte sich LF 10 kürzlich der Öffentlichkeit. Für den großen Tag hatten die Männer einige Tage zuvor extra zu Schwamm und Lappen gegriffen. Und so strahlte es förmlich – auch über die lobenden Worte von offizieller Seite. Und mit ihm die Freiwilligen der Feuerwehr Sehestedt.

Übernommen hatten sie es schon vor einiger Zeit (sehestedt.de berichtete darüber), aber Corona machte es erst jetzt möglich, das neue Löschfahrzeug den Bürgern der Gemeinde zu präsentieren, erklärte Bürgermeister Torsten Jürgens-Wichmann. Er hatte einen großen, hölzernen Schlüssel dabei, den er an Wehrführer Christian Gothmann überreichte, der den symbolischen Türöffner an den stellvertretenden Gerätewart Christian Wehnsen weitergab, denn Gerätewart Sven Hennings war an diesem Tag verhindert.

Das neue Fahrzeug vor dem Gerätehaus in Sehestedt.

Das Feuerwehrorchester Borgstedt spielte flotte Melodien, Kanalprinzessin Katrin Naeve war gekommen, Holger Petersen grillte fleißig Bratwurst und auf dem Parkplatz am Feuerwehrgerätehaus hatten sich zahlreiche Bürger eingefunden. Doch vor Gesprächen und Grillwurst gab es Gratulationen und Geschenke.

Wehrführer Christian Gothmann mit Kanalprinzessin Katrin Naeve vor dem neuen Löschfahrzeug
 

 „Dies ist ein Spitzenfahrzeug“, betonte Bürgermeister Wichmann. „Es ist nicht von der Stange, sondern für die Bedürfnisse der Wehr angefertigt worden.“ Schließlich hatten die Kameraden keine Zeit und Mühen gescheut, um das richtige Fahrzeug für die Gemeinde zu finden. LF steht für Löschfahrzeug. LF 8 war in die Jahre gekommen. Glänzende Augen bekam Kirill Schröder vom Kreis, als er die Möglichkeiten des neuen Fahrzeuges schilderte. „Wir hatten Leiterkunde“, erzählte er. „Ich stand und wartete, dass die Leiter vom Dach heruntergereicht wird.“ Doch das ist nicht mehr nötig. Vom Boden aus lässt sich die Leiter auf Knopfdruck herunterfahren.

Bürgermeister Torsten Jürgens-Wichmann überreicht den symbolischen Schlüsseln an Gemeindewehrführer Christian Gothmann

Kreispräsidentin Juliane Rumpf, Kreisbrandmeister Mathias Schütte, Amtswehrführer Frank Schröder und Pastorin Johanna Zedlitz – sie alle betonten, wie wichtig das freiwillige Engagement der Wehrleute für die Gemeinde ist. „Ihr seid Vorbilder, weil ihr eure Zeit und Kompetenz in den Dienst der Gemeinschaft stellt“, erklärte Juliane Rumpf. Kirill Schröder fügte seinen guten Wünschen hinzu: „Kommt immer wieder gesund von euren Einsätzen zurück“. Und Pastorin Zedlitz segnete die Kameraden und Kameradinnen für ihre nicht immer ungefährlichen Aufgaben.

Gemeindewehrführer Christian Gothmann gibt den symbolischen Schlüssel an den stellvertretenden Gerätewart Christian Wehnsen weiter

Allerdings brauchen sie dringend Nachwuchs. Mit einem modernen Fahrzeug allein ist es nicht getan, es sind Menschen nötig, die es fahren und die Technik bedienen. Von der konnten sich die Gäste an diesem Tag ein Bild machen, während sie auf Einladung der Gemeinde aßen und tranken.

Die Öltimer: Das halbe Hundert ist voll

Öltimer-Chef Bruno Dohrn konnte kürzlich das fünfzigste Mitglied in den Reihen der Sehestedter „Traktoristen“ aufnehmen. Imbiss-Chef Holger Petersen, bislang noch ohne Traktor, ist nun der jüngste „Öltimer“, eine Gemeinschaft, die sich erst vor wenigen Jahren in Sehestedt gebildet hat.

„Ich finde es wichtig“, so Holger Petersen, „diese Gemeinschaft zu unterstützen“. Deren ehrenamtliches Engagement in der Gemeinde hätte ihn letztlich zum Beitritt bewogen, obschon er selbst – wie andere Öltimer auch – nicht über einen eigenen Traktor verfügt. „Aber das lässt sich ja ändern“, freut sich Bruno Dohrn.

Das „Herz“ der Öltimer: Traktoren. Foto: Sabine Sopha

Tatsächlich ist das ehrenamtliche Engagement der Öltimer bemerkenswert. Kaum eine Veranstaltung im Dorf, die nicht von ihnen unterstützt oder gefördert wird. Beachtlich sind auch die Ausfahrten der fröhlichen Traktorentruppe, die regelmäßig im Sommerhalbjahr veranstaltet werden. Im Sommer 2022 soll es sogar nach Lohmen in Mecklenburg-Vorpommern gehen, dem Patenort der Kanalgemeinde. „Zwei Tage werden wir für die knapp 240 Kilometer wohl brauchen“, so Bruno Dohrn, „aber kein Problem, irgendwo rund um Lübeck werden wir einen Übernachtungsstop einlegen.“

SV Sehestedt gegen FC Nord Kickers: Nach der Halbzeitpause jede Menge Ärger

Bis zur zweiten Halbzeit lief im Spiel der Kreisklasse C Mitte-Nord am 26. September 2021 eigentlich alles glatt. Das Spiel lief gut, Sehestedt lag zwar zurück, aber hart und fair wurde um jeden Ball gekämpft. Gut besucht war das Spiel ebenfalls. Kurz nach der Halbzeitpause schoss schließlich Heiko Gehrk den Ausgleich für Sehestedt und das Spiel fing an „aus dem Ruder zu laufen“, denn die Wut der anwesenden Fans des FC Nord Kickers über den Ausgleichstreffer richtete sich massiv gegen Schiedsrichter und Heim-Mannschaft. Von der Sekunde an wurde das Spiel zunehmend hektischer und aggressiver, wobei der wachsende Ärger nicht durch die Spieler, sondern wesentlich durch die Fans der Nord Kicker am Spielfeldrand verursacht wurde.

Nach einem regelkonformen Zweikampf vor dem Sehestedter Tor verletzte sich ein Spieler der Nord Kicker und in der unmittelbaren Folge stürmten Fans der gegnerischen Mannschaft auf das Spielfeld, offensichtlich um einen von ihnen geforderten Strafstoß beim Schiedsrichter physischen Nachdruck zu verleihen. Über den gesamten Sportplatz war schließlich zu hören, so berichten Spieler und Zuschauer, dass der Schiedsrichter unter anderem auch als „Nazi“ beschimpft worden sei. Das Spiel konnte schließlich fortgesetzt werden, musste jedoch später erneut unterbrochen werden, weil Fans der Nord Kickers, wie auch Spieler, erneut den Schiedsrichter und darüber hinaus auch Sehestedter Spieler bedrohten.

Nur mit Mühe kann das Spiel nach 90 Minuten beendet werden. Blieb aber zuvor hitzig und immer wieder tönten üble Beschimpfungen der Nord Kickers Fans über das Spielfeld. Auch nach dem Abpfiff wird es nicht ruhiger, so dass sich Sehestedter Spieler wie auch Schiedsrichter, ob der permanenten Bedrohungen im Spielerheim des SV Sehestedt in Sicherheit bringen müssen. Das durch den Sehestedter Trainer gegen Fans und Mannschaft der Nord Kickers ausgesprochene Hausverbot wird ignoriert, Sehestedter Spieler und Zuschauer bringen schließlich sogar ihre Kinder in Sicherheit.

Etwa eine Stunde nach Spielende verlassen die Nord Kickers die Sehestedter Anlage, ein erstes Fazit dieses Spiels sieht nicht gut aus, wobei es festzustellen gilt, dass nur eine Minderheit der Nord Kickers Mannschaft die Tumulte und Beschimpfungen mitzuverantworten gehabt haben, der Großteil der Mannschaft habe sich ruhig und besonnen verhalten, wie auch der Sehestedter Trainer betont.

Auch SV-Fan Richard Schmidt ist empört über das skandalöse Verhalten der Nord Kickers Fans. „Spieler, Betreuer und Zuschauer des SV Sehestedt wurden durchweg und über gut 15 Minuten als Nazis, Bastarde und Hurensöhne beschimpft,“ sagt er. Schmidt ist ebenfalls aufgebracht über die dem Spiel folgende „einseitige“ Berichterstattung der Lokalzeitung, die, so Richard Schmidt und SV Sehestedt Vorstand Thomas Ehlers, überhaupt keinen Reporter während des Spiels vor Ort gehabt hätte. Ehlers ist jedenfalls sicher, dass weder dem Sehestedter Publikum noch der Mannschaft ein Vorwurf zu machen sei. „Die Mannschaft hat gut und fair gespielt, der Schiedsrichter das Spiel angemessen geleitet und die Sehestedter Fans hätten sich friedlich verhalten, der ganze Ärger ging ausschließlich von Fans und Betreuern der Nord Kickers aus“, so Thomas Ehlers. Zu guter Letzt habe sich im Übrigen auch herausgestellt, dass die Gegnermannschaft mit einem nicht spielberechtigten Spieler angetreten sei, wodurch das Spiel schlussendlich 5:0 für Sehestedt gewertet werden müsse. Thomas Ehlers hält es darüber hinaus auch für einen Witz, dass ein SV-Spieler vom Sportgericht zu einer 35 Euro Geldbuße verurteilt worden sei. whe

Das Gesundheitsministerium informiert: Angebote zur Auffrisch-Impfung wahrnehmen – maximal geschützt in den Herbst und Winter starten

In Schleswig-Holstein sind Stand 19. Oktober 2021 73,4 Prozent der Gesamtbevölkerung mindestens einmal geimpft. Vollständig geimpft sind 70,5 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger. In der Gruppe der Erwachsenen beträgt die Impfquote der vollständig geimpften in Schleswig-Holstein 82,2 Prozent. Bei den Personen 60 Jahre und älter beträgt diese 88,9 Prozent. Auffrisch-Impfungen erhielten in Schleswig-Holstein bereits über 68.000 Menschen. Schleswig-Holstein liegt damit weiterhin in der Spitzengruppe der Bundesländer mit der höchsten Impfquote.

Gesundheitsminister Heiner Garg betont: „Wir sind in Schleswig-Holstein mit einer hohen Impfquote und niedrigen Inzidenzen gut aufgestellt. Um gut und sicher durch Herbst und Winter zu kommen, möchte ich noch einmal alle, die sich noch nicht zu einer Corona-Schutzimpfung entscheiden konnten, ermuntern, sich impfen zu lassen. Ebenfalls möchte ich daran erinnern, dass es für bestimmte Gruppen die Möglichkeit gibt, den bestehenden Impfschutz durch eine Auffrischimpfung zu erneuern. Lassen Sie sich im Zweifel von der Ärztin oder dem Arzt Ihres Vertrauens beraten, und nutzen Sie die Angebote der Ärztinnen und Ärzte und der mobilen Impfteams im Land.“

Um weiter sicher durch die Herbst- und Wintermonate zu kommen, erinnert das Gesundheitsministerium an die Möglichkeit von Auffrischimpfungen für bestimmte Bevölkerungsgruppen. In Anlehnung an die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) und den Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz kann eine Auffrischimpfung mit mRNA-Impfstoffen (BioNTech / Moderna) in Arztpraxen (teilnehmende Arztpraxen: https://arztsuche.kvsh.de/) wahrgenommen werden.


Dies gilt für Menschen, die 60 Jahre oder älter sind, die letzte Impfung vor mehr als sechs Monaten erhalten und eine individuelle Abwägung gemeinsam mit ihrem Impfarzt/Impfärztin getroffen haben.

-immungeschwächt oder immunsupprimiert sind – beispielsweise HIV-infizierte Personen oder Patienten während einer Krebstherapie – und die letzte Impfstoffdosisvor mehr als sechs Monaten erhalten haben. (Bei schwer immun defizienten Personen kann eine zusätzliche Impfstoffdosis als Optimierung der primären Impfserie bereits vier Wochen nach der Grundimmunisierung angeboten werden.)

-vollständig mit dem Vektorimpfstoff von AstraZeneca geimpft wurden und die letzte Impfung vor mehr als sechs Monaten erhalten haben.

-vollständig mit dem Vektorimpfstoff von Johnson & Johnson geimpft wurden die letzte Impfung vor mehr als vier Wochen erhalten haben.

-die Bewohnerin oder Bewohner in einer Pflegeinrichtung, Einrichtung der Eingliederungshilfe oder einer Einrichtung mit vulnerablen Gruppen sind oder dort Pflegekraft oder Beschäftigte und die letzte Impfung vor mehr als sechs Monaten erhalten haben.

-beruflich in Kontakt mit infektiösen Menschen stehen, beispielsweise medizinisches Personal ambulant oder stationär, Personal des Rettungsdienstes und die letzte Impfung vor mehr als sechs Monaten erhalten haben.


Impfen ist wichtig. Foto: pixabay

Impfangebote werden nach Terminvereinbarung über niedergelassene Ärztinnen und Ärzte bereitgehalten. Neben niedergelassenen Vertrags- und Privatärzten und -ärztinnen können auch Betriebsärzte und Betriebsärztinnen sowie Krankenhäuser Schutzimpfungen gegen Covid-19 anbieten. Hiervon profitieren insbesondere Personen, die am Arbeitsplatz besonders exponiert sind. Die teilnehmenden und registrierten Praxen sind online unter https://arztsuche.kvsh.de/ zu finden.

Die im Land in Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort angebotenen offenen Impfaktionen sind unter http://impfen-sh.de zu finden. Dort können sowohl Erst-, Zweit-, als auch Auffrischimpfungen durchgeführt werden.

Hinweis zur Grippe- und Coronaschutzimpfung:

Nach Angaben des RKI muss zwischen der Impfung von COVID-19-Impfstoffen und anderen Totimpfstoffen (z.B. Influenza-Impfstoff) kein Mindestabstand eingehalten werden, diese können nach Empfehlung der STIKO auch zeitgleich gegeben werden. Es ist zu beachten, dass Impfreaktionen häufiger als bei der getrennten Gabe auftreten können. Wirksamkeit und Sicherheit entsprechen bei gleichzeitiger Anwendung verschiedener Impfstoffe im Allgemeinen denen bei jeweils alleiniger Anwendung. Die RKI-Pressemitteilung dazu finden Sie hier: https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/PM_2021-09-24.html