Energiewende in Sehestedt: Solarkraft für das Eigenheim

Klimawandel, Energiewende und die absehbaren Kostensteigerungen der gewohnten fossilen Primär-Energieformen verlangen sowohl staatlichem Handeln, wie auch bürgerlicher Initiative innovatives Verhalten ab. Gemeinde und Arbeitsgemeinschaft „Dorfaktivitäten und Gemeinschaftsentwicklung“ (AG DAGS) haben sich dies zur Aufgabe gemacht und am 14. Juni 2023 gemeinsam mit der Klimaschutzagentur im Kreis Rendsburg-Eckernförde eine Informationsveranstaltung zum Thema Solarenergie für das Eigenheim organisiert.

Nach den Begrüßungen durch Bürgermeister Torsten Jürgens-Wichmann und AG DAGS-Chefin Julia Schäfer führte Dorina Ludwig von der Kreis-Klimaschutzagentur in das Thema ein. Letztere machte deutlich, dass es notwendig sei, aufgrund der hohen Energiepreise, die in den nächsten zwangsläufig durch die CO2-Abgabe weiter steigen weiter werden, Alternativen zu suchen. „Die gibt es auch“, so Ludwig. Für Hauseigentümer stehen eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Verfügung und die Solarenergie würde dabei eine essenzielle Rolle spielen. Hilfreich für Hausbesitzer ist dabei auch ein Online-Blick in das Solardachkataster, dass grundsätzliche Möglichkeiten für den Einsatz von Solarenergie für den einzelnen Hauseigentümer aufzeigt.

Tatsächlich ist es jedoch nicht einfach, optimale Lösungen für das eigene Eigenheim zu finden, umso mehr in diesem Wachstumsmarkt nicht nur seriöse Anbieter unterwegs sind. Unabhängige und objektive Energieberatung ist das Stichwort der Stunde, die noch dazu staatlicherseits gefördert wird.

Energieberater Jörg Faltin

Jörg Faltin, Energieberater der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, erläuterte in seinem Vortrag die grundsätzlichen Möglichkeiten für Hauseigentümer. Im Bereich der solaren Energieerzeugung unterscheiden sich dabei zwei wesentliche Techniken für Einfamilienhäuser. Neben der Solarthermie, in deren Dachkollektoren letztlich warmes Wasser für Heizung oder Trinkwasserspeicher erzeugt wird, sind dies Photovoltaik-Anlagen, deren Dachmodule Strom erzeugen, der dann für den eigenen Bedarf genutzt werden kann. Damit kann man Heizungssysteme wie Wärmepumpen genau so betreiben, wie das eigene E-Auto oder den Haushalt mit Strom zu versorgen.

Solarthermie oder Photovoltaik

Während Solarthermie im Einfamilienhaus-Bereich eher als Auslaufmodell betrachtet werden kann, die Energieausbeute ist dabei gut, jedoch ist der Installationsaufwand durch wasserführende Verrohrung sehr groß, zeichnen sich PV-Anlagen durch ihre Flexibilität in Bezug auf Installation und Energie-Nutzung aus. Entscheidend für System und Größe einer PV-Anlage ist jedoch die Ermittlung des Energiebedarfs und des absehbaren Verbraucherverhaltens. Denn der beste PV-Strom ist der, den man im eigenen Haushalt verbrauchen kann, da die Einspeisevergütungen ins öffentliche Netz nur noch gering sind. Etwa 12 bis 14 Cent kostet die selbsterzeugte Kilowattstunde, die Differenz zum eingekauften Strom, dessen Preis sich so bei rund 40 Cents momentan bewegt, macht unter Betrachtung des eigenen Verbrauchs die Sinnhaftigkeit einer eigenen PV-Anlage, mit oder ohne Speicher, deutlich. Es ist sehr hilfreich, sich über eine Energieberatung klar zu werden, welcher finanzieller und technischer Aufwand sinnvoll sein wird, umso mehr die Kosten für PV-Anlagen von erheblicher Streuung sind. Nicht zwangsläufig bedeutet ein Mehr an Technik auch ein Mehr an Effizienz.

Die Gemeinde Sehestedt und die AG DAGS bleiben an dem Thema dran. Info dazu gibt es auch bei der Klimaschutzagentur im Kreis Rendsburg-Eckernförde und der Verbraucherzentral Schleswig-Holstein. whe

Eight Voices in Sehestedt

Am Sonnabend, dem 10. Juni 2023 ist das Ensemble Eight Voices wieder Gast in der St. Peter und Paul-Kirche in Sehestedt. Ab 19 Uhr präsentieren die sieben Sängerinnen und Sänger ihr neues Programm.

Seit 2002 singen die Eight Voices Chor-Arrangements ihres Leiters Claus Merdingen a capella oder am E-Piano begleitet. In Sehestedt hat das Vokalensemble seit dem Gründungsjahr schon einige Konzerte in der St. Peter und Paul-Kirche gesungen und freut sich auf ein Wiedersehen mit dem Publikum. Swingjazz, Pop, Gospel und Countryrock sind die Genres, die dem Publikum mit viel Schwung und Bewegung mehrstimmig und unterhaltsam präsentiert werden. Launig moderieren die einzelnen Sängerinnen und Sänger dieses abwechslungsreiche 75 Minuten – Programm und freuen sich auf ein weiteres Konzert in Sehestedt. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

 

 

Solarenergie für das Eigenheim: Einladung zum Themenabend

Bürgermeister Torsten Jürgens-Wichmann, die Arbeitsgemeinschaft Dorfaktivitäten und Gemeinschaftsentwicklung (AG DAGS), sowie die Klimaschutzagentur im Kreis Rendsburg-Eckernförde laden im Rahmen der Sehestedter Bildungstage zu einem Informationsabend rund um das Thema Solarenergie für das Eigenheim ein. Details dazu gibt es im folgenden Link: Einladung zum Themenabend.

Faszinierendes Gelb: Rapsanbau auf Gut Sehestedt

Dieses Gelb fasziniert: Die blühenden Rapsfelder sind ein beliebtes Fotomotiv. Die Menschen lieben den Duft. Und auch die Bienen fliegen auf Raps. Davon gibt es in und um Sehestedt reichlich. Auf rund 300 Hektar baut Cay Ahlmann die Ölpflanze an.

Eines der Rapsfelder liegt direkt neben dem Altenteilerhaus von Gut Sehestedt. Sehr zur Freude von Renate Ahlmann. „Wenn die Sonne abends darauf scheint, sieht es herrlich aus. Und dann dieser Duft!“, schwärmt die Mutter von Cay Ahlmann. Der Raps steht jetzt in Vollblüte. „Die Blüte hat in den vergangenen Jahren stets ein bisschen früher eingesetzt“, weiß Cay Ahlmann. Inzwischen sei es etwa zwei bis drei Wochen früher als noch vor rund 60 Jahren. Aber das Vegetationsende liegt nur drei Tage vor dem bisherigen. 2019 blühte der Raps bereits im Februar, also sehr, sehr früh.

Renate Ahlmann

Mit 81.000 Hektar hat sich die Anbaufläche im gesamten Land wieder erhöht. 2021 war der Rapsanbau in Schleswig-Holstein mit rund 66.000 Hektar auf einen Tiefstand gerutscht. „Doch der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine ließ die Preise steigen, zum Teil auf bis 1.000 Euro pro Tonne.“ Das sei gigantisch gewesen, erklärte Ute Volquardsen, Präsidentin der Landwirtschaftskammer, während eines Pressetermins auf Gut Sehestedt. Sie könne sich nicht erinnern, dass Raps jemals so teuer gewesen sei. Inzwischen wird wieder aus der Ukraine importiert und auch aus Australien. „Der Preis ist auf 400 bis 420 Euro pro Tonne gefallen“.

Angebaut wird die Ölfrucht aus verschiedenen Gründen. Zum einen ist sie für den Landwirt ist in der Fruchtfolge wichtig. „Er ist eine gute Vorfrucht, denn er hat eine tiefe Pfahlwurzel“, erläuterte die Landwirtschaftspräsidentin.  „Weizen nach Raps liefert einen etwa zwei Doppelzentner höheren Ertrag pro Hektar.“ Die Pflanze selbst wird vielfältig vermarktet. „Öl ist das Hauptprodukt“, so Cay Ahlmann. Ein Hektar liefert etwa 1.600 Liter Öl für Margarine, Speiseöl sowie für technische Öle und Biodiesel. Dass die Beimischung im Kraftstoff reduziert wurde, stößt bei dem Sehestedter Landwirt  auf Unverständnis. „Schon früher gab es Kraftstoffe vom Feld“, erinnert er an den Hafer, der an die Arbeitspferde verfüttert wurde.

Landwirt Cay Ahlmann im NDR-Interview.

„Raps ist 2023, wie schon im vergangenen Jahr, hinter Winterweizen und vor Wintergerste die wichtigste Marktfrucht für den Ackerbau in Schleswig-Holstein“, erklärte Ute Volquardsen. Das freut die Bienen. „Die fliegen auf Masse“, weiß der Büdelsdorfer Imker Rolf Nebbe vom Imkerverein Rendsburg. Er hat zwölf Völker beim Gut Sehestedt platziert nahe dem größten Rapsschlag von 38 Hektar. Nicht direkt neben dem Feld, das ist nicht nötig. Aber die Honigsammlerinnen haben lediglich einen Radius von drei Kilometern. „Darum ist der Honig dann sortenrein.“

Die Rapspflanze.

Als Nebbe einen der Bienenkästen öffnet, schwirren die Tiere umher. Aber sie greifen nicht an. Jeder Kasten beherbergt ein Volk. Und ein Volk umfasst rund 40.000 Bienen. Bürgermeister Torsten Jürgens-Wichmann ist fasziniert und ist gut im Kopfrechnen. „Das sind ja fast eine halbe Million“. Die verbucht er gleich als neue Einwohner für die Gemeinde. Allerdings sind die Tiere keine Steuerzahler. Aber dennoch fleißig. Das müssen sie auch, denn „rund 90 Prozent der Kunden wollen Rapshonig“, so Nebbe. Ein Hektar sorgt für 200 bis 400 Kilogramm.

Die Rapstracht ist eine der wichtigsten und frühesten Nahrungsquellen für Honigbienen und andere Insekten, heißt es vonseiten der Landwirtschaftskammer. „Auch der Anbau von Ackerbohnen, Körnererbsen, Lupinen und Hanf ermöglichen die Produktion von Honig.“ Und die blühenden Kulturpflanzen unterstützen die Population der Bienen. Hat ein Volk erst einmal die Rapsblüten gefunden, sorgt das gelbe Blütenmeer dafür, dass die Tiere schnell und effizient Nahrung finden. Auf diese Weise können in kurzer Zeit starke Völker heranwachsen, den „die Königin legt immer nur dann viele Eier, wenn genügend Nahrung in den Bienenstock eingetragen wird“

Raps ist eine erstklassige Nahrungspflanze für Bienen.

Nebbe persönlich bevorzugt den kräftigen Sommerhonig. Den sammeln die Bienen aus Lindenblüten. Auch die Frühtracht sei lecker. „Aber kaum blühen die Rapsfelder, fragen die Leute: Ist der neue Rapshonig schon fertig?“ Aber geerntet wird erst in der ersten Juni-Hälfte. Als „weiße Nutella“ bezeichnet der Imker den süßen Brotaufstrich. „Ich habe heute gelernt: eine Löffelspitze Honig in den Kaffee hemmt die Bitterstoffe“, freut sich Cay Ahlmann, während er das heimische Produkt verkostet. Nebbe empfiehlt, regionalen Honig zu kaufen, der unter anderem in Pfandgläsern angeboten wird.

Regionaler Raps-Honig.

Wieviel Raps und wieviel Honig 2023 geernet werden können, muss sich noch zeigen. „Die Aussaatbedingungen waren 2022 optimal, dann setzte zum rechten Zeitpunkt Regen ein“, so Ute Volquardsen. Die gelbe Pracht werden Ausflügler und Renate Ahlmann wohl noch lange genießen können. Aufgrund der überwiegend kühlen Temperaturen rechnet die Kammer mit einer recht langen Rapsblüte. Sabine Sopha

Info Gut Sehestedt

Insgesamt vier Generationen gehören zum Gut Sehestedt. Im Altenteilerhaus leben Malte und Renate Ahlmann. Ihr Sohn Cay leitet zurzeit den Betrieb. Er hat drei Kinder, die ebenfalls ausgebildete Landwirte sind.

Auf dem Gut gibt es Pferdehaltung und Pensionsbetrieb. Angebaut werden Raps, Hafer, Gerste, Mais und Zuckerbohne. Zur Eidergroup gehört auch ein Milchviehbetrieb in Bovenau. Dort wird auch Biogas auf Güllebasis erzeugt. Windenergie und Photovoltaik sind weitere Geschäftszweige. Das Unternehmen beschäftigt 17 Mitarbeiter.

Hurra, der Radweg nach Holtsee wird saniert

„Radweg des Grauens“ titelte kürzlich übertrieben eine Regionalzeitung in Bezug auf die schlechte Zweiradstrecke zwischen Borgstedt über Sehestedt nach Holtsee. Seit Jahren versuchen Sehestedter Gemeindevertretung, aber auch die Bürger selbst, bauliche Abhilfe für diesen maroden Radweg zu organisieren. Nun aber macht es ein 20-Millionen-Extrapaket für die Landesstraßensanierung kurzfristig möglich. Der Radweg wird auf sechs Kilometern Länge zwischen Sehestedt und Holtsee saniert und verbreitert. Die Arbeiten sollen bereits im Spätsommer starten.

Dies gab Ministerpräsident Daniel Günther am 4. Mai bei der Eröffnung des Verwaltungs-Neubaus des Amtes Hüttener Berge in Groß Wittensee bekannt. „Dieser 45 Jahre alte und schmale Weg ist in Teilen nicht nur eine Zumutung für Anwohnerinnen und Anwohner, sondern auch für den zunehmend wichtigen Fahrradtourismus in der Region“, so Günther.

Nachdem wor vier Jahren zwischen Borgstedt und Schirnau bereits ein Teilstück saniert wurde, nehme der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) nun zunächst die schlechtesten Abschnitte zwischen Haby und Sehestedt ins Visier.

„Spätestens im kommenden Jahr soll dann die Gesamtstrecke saniert sein“, so der Ministerpräsident. Die Kosten von etwa 800.000 Euro werden aus dem von der Landesregierung für 2023 bereitgestellten 110 Millionen Euro für den Landesstraßenbau finanziert, davon entfallen etwa 20 Millionen Euro allein auf Radwege.

Günther wies zudem auf einen pädagogischen Nebeneffekt des Projekts hin. Der LBV.SH nutze die Sanierungsmaßnahme auch zur praktischen Ausbildung seiner Studentinnen und Studenten. Dazu werde die Sanierung in insgesamt drei Abschnitte von jeweils rund zwei Kilometern unterteilt. whe

Direkt am Kanal: Der Maibaum steht

Es gehört immer auch ein wenig Glück dazu. Aber einmal mehr war das Wetter zum Maibaum aufstellen in Sehestedt einfach fantastisch, und so konnte es auch nicht verwundern, dass eine Vielzahl von Einwohnern, aber auch Umlandgäste, am 30. April zum KanalTreff gekommen waren.

Gegen 17 Uhr sollte der Maibaum aufgerichtet werden, aber tatsächlich stand der schon seit dem Vormittag beim KanalTreff, und dafür gab es gute Gründe. „Die Sicherheit unserer Gäste lässt es nicht zu, dass wir den schweren Mast erst am Nachmittag aufstellen“, erklärt Bürgermeister Torsten Jürgens-Wichmann.

Der Maibaum steht. Foto: Sabine Sopha

Und der Bürgermeister eröffnet dann auch die Festlichkeit am Nachmittag formell, bedankte sich vor allem beim Traktorenclub „ÖlTimer“, die für das Aufstellen verantwortlich waren, und bei Imbiss-Chef Holger Petersen, der mit seinem Team für die gastronomische Ausgestaltung der Fete Verantwortung trägt.

Bürgermeister Torsten Jürgens-Wichmann (links) und Ministerpräsident Daniel Günther. Foto: Ellen Pahling

Es war ein tolles Fest mit vielen fröhlichen Gästen, und getoppt wurde das Ganze noch durch einen kurzen Besuch von Ministerpräsident Daniel Günther. Und, das darf man sagen, der Landesvater ist relativ häufig in Sehestedt. Was Wunder, ein toller Ort mit netten Menschen und alles in bester Kanal-Lage. Sehestedt eben, Schleswig-Holsteins Perle am Nord-Ostsee-Kanal. whe

Fröhliche Menschen am KanalTreff.

Letzte Sitzung der Gemeindevertretung: Am 14. Mai ist Kommunalwahl

Pünktlich um 19 Uhr dreißig eröffnete Bürgermeister Torsten Jürgens-Wichmann am Donnerstag (27.4.2023) die Sitzung der Gemeindevertretung in der Heuherberge Naeve. Diese Sitzung war etwas ganz besonderes, denn, es war die letzte der laufenden Legislatur, da am 14. Mai 2023 die Kommunalparlamente in Schleswig-Holstein neu gewählt werden.

Nach der Begrüßung berichtete der Bürgermeister über die aktuelle Situation der Gemeinde, deren Verkehrssituation einmal mehr als angespannt bezeichnet werden darf. Da zur Zeit beide Fähranleger überholt werden, dies wird mehrere Wochen dauern, wird eine Klappenfähre eingesetzt, deren Leistungsfähigkeit letztlich geringer im Vergleich zum Standardbetrieb bewertet werden muss. Dies bedeutet, dass die Wartezeiten länger werden, was sich insbesondere an den Wochenende nachteilig auswirkt.

Die Gemeindevertretung stimmt geschlossen für Christian Gothmann als erster stv. Gemeindewehrführer.

Jürgens-Wichmann kündigte ebenfalls eine für den 29. Juni 2023 geplante Einwohnerversammlung an, in deren Rahmen insbesondere über Baumaßnahmen in der Gemeinde gesprochen werden soll. Am Wochenende vom 23. bis zum 25. Juni sind erneut die Sehestedt Classics geplant, ein Oldtimertreffen das bereits im letzten Jahr einen Riesenerfolg feiern konnte. Der diesjährige Erlös der Veranstaltung soll dann schließlich dem Hospiz in Gettorf und den Klinik-Clowns in Rendsburg zur Verfügung gestellt werden.

Im Anschluss trugen Kinder- und Jugendbeirat, Seniorenbeirat und die Jugendarbeit die Projekte der letzten Zeit vor. Alles in allem bestechen deren Arbeit durch Engagement und Erfolg.

Der Gemeinderat musste schließlich zwei Personalien zustimmen. Diese betrafen die Freiwillige Feuerwehr. In der Folge wurden Christian Gothmann als erster stellvertretender Gemeindewehrführer und Sven Volkmann als stellvertretender Wehrführer in ihren neuen Ämtern bestätigt. Desweiteren beschloss die Gemeindevertretung ebenfalls die Anschaffung von zwei 30.000 Liter Löschwassertanks im Ortsteil Felscheide, sowie die Anschaffung von zwei 10.000 Liter Löschwassertanks für den Bereich Sehestedt-Süd.

Viel Raum nahm während der Sitzung auch die Vorstellung der künftigen „SprottenFlotte“ ein. Im Rahmen eines Projekts in Schleswig-Holstein werden künftig an einer Station beim KanalTreff einige Leih-Fahrräder stationiert, die über eine Smartfon-App ausgeliehen werden können und an der Ausleih- oder eine der anderen zurzeit 104 Stationen in Schleswig-Holstein zurückgegeben werden können. Bis auf Weiteres sind für diesen Dienst nur klassische Räder und keine E-Bikes vorgesehen.

Zum Schluss der öffentlichen Sitzung erinnerte Torsten Jürgens-Wichmann nochmal an die wesentlichen Projekte im Ort der jetzt auslaufenden Legislatur. „Wir können zufrieden sein, mit dem was die Gemeindevertretung mit Unterstützung der Bürger geschaffen haben, aber es gibt auch noch viel zu tun“, so der Bürgermeister, der die Bürger auch dazu aufrief, sich in großer Zahl an der kommenden Kommunalwahl zu beteiligen. whe

Monica Metzger organisiert: Ein toller Besuch bei Bruno Dohrn und den ÖlTimern

Mit 15 Kindern besuchte der Sehestedter Jugendtreff kürzlich Bruno Dohrn von den ÖlTimern. Einmal mehr, und es ist bereits zu einer schönen Tradition geworden, ging es um den Bau von Vogelhäusern. Unter der Leitung von Monica Metzger, auf die eine Vielzahl solcher Initiativen zurückgehen, marschierte die Gruppe längs der Landesstraße zum Haus von Bruno Dohrn, auf dessen Grundstück auch der Traktorenclub ansässig ist.

Unterwegs zu Bruno Dohrn und den ÖlTimern.

Der Marsch war toll, erzählt Monica Metzger, und das Wetter war schön. Bei Bruno Dohrn sei alles großartig vorbereitet gewesen, sogar ein leckeres Buffett hätte es gegeben. Und dann wurden natürlich Vogelhäusschen gebastelt, wobei weitere Mitglieder der ÖlTimer, beispielsweise Gerd Thode, geholfen haben.

Der Bau von Vogelhäusschen macht Spaß.
Gerd Thode zeigt, wie es geht.

„Und so haben wir schließlich Vogelhäusschen gebastelt, ein Picknick gemacht und auch einige Spiele gespielt“, erzählt Monica Metzger begeistert. Einige Eltern hätten schließlich die Gruppe bei Bruno Dohrn abgeholt. „Es war ein richtig toller Tag und die Kinder waren glücklich“, so Monica Metzger. Infos und Fotos: Monica Metzger

….und die Traktoren durften ebenfalls besichtigt werden.

„Klangkanal“ im Museum: Ausstellung mit Bildern, Geschichten und Musik

Das kann sich hören und sehen lassen: Geräusche, Geschichten und Lieder vom Kanal präsentiert das Museum Sehestedt ab Sonntag, 2. April. Die Sonderausstellung wird am Sonntag um 14 Uhr im Pastorat eröffnet. Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt.

Schiffe, Schwäne, Schleusen – am Nord-Ostsee-Kanal gibt es nicht nur viel zu sehen, sondern auch zu hören. Das brachte die Hamburger Autorin und Regisseurin Daniela Herzberg auf die Idee zu dem Projekt „Klangkanal“. Daraus entstand schließlich eine Ausstellung – und die wird jetzt im Sehestedter „Haus der Geschichte“ gezeigt.

Drei große Überseekoffer haben in den kleinen Räumen des Sehestedter Museums Platz gefunden. In ihnen werden die Fotos und Interviews präsentiert.  Zur Ausstellung gehört auch ein altes, umgebautes Schiffstelefon, an dem man den Geschichten dieser Menschen lauschen kann.

Das Logo des Vereins, von dem die Leihgaben stammen und der in Felde seinen Sitz hat.

Das Projekt Klangkanal:

Initiiert wurde das Projekt 2018 zum 125-jährigen Bestehen des Kanals. Die Festlichkeiten mussten wegen Corona zwar abgesagt werden, aber der „Klangkanal“ wurde zu fast hundert Prozent vom Bundesprogramm für ländliche Entwicklung finanziert. Kanal-Geräusche und mehr auf der Seite: Link

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Zudem porträtierte der Verein Kunstschlepper 24 Menschen, die am Kanal leben oder arbeiten. Sie erzählen ihre Geschichte und präsentieren ihre Lieblingsgeräusche. Unter den Porträtierten ist Hans Brauer. Welches wohl das Lieblingsgeräusch des Senior-Kanalfischers ist?

Für die Ausstellung wurde unter anderem Kanalfischer Hans Brauer porträtiert. Foto: Alexandra Koop

Auch Musik wird erklingen. Neun Kompositionen hatte der Verein Kunstschlepper Anfang ausgeschrieben. Unter den Beauftragten war Gerhard Breier aus Barkelsby (Link) . Der dann ab Mitte August mit der Produktion begann – wie gefordert unter Einsatz von Motor- oder Schiffshorn-Geräuschen.

Der Verein Kunstschlepper: Ein Verein von Nordlichtern mit ganz unterschiedlichen Berufen und Talenten. Gemeinsam engagieren wir uns für Kultur und kulturelle Bildung direkt vor unserer Haustür, indem wir kreative Projektideen verwirklichen – oft zum Mitmachen, immer in Schleswig-Holstein.  (Link)

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Eine Grafik auf der Homepage des Vereins Klangkanal zeigt die Orte, an denen Geräusche aufgenommen wurden.

Weitere Stücke sind „Morgennebel“ von Dennis Ulke oder „Flaschenpost vom Nord-Ostsee-Kanal 2“ von Miri Pelzmann. Zu Kaffee und Kuchen werden zwei oder drei Stücke von der CD am Sonntag bei der Ausstellungeröffnung gespielt werden, erklärt Alexandra Koop, Vorsitzende des Vereins zur Förderung des Dorfmuseums. Darunter ein besonderer Song:  „Ferry across the Canal“ von Janeway (Link) greift eine tragisch-romantische Liebesgeschichte zwischen Nord- und Süd Sehestedt auf. Sabine Sopha

Geschichten für das Sehestedter Dorfmuseum

Die spannendsten Geschichten aus dem Dorf und über seine Bewohner kennen die Sehestedter selbst. Diese Geschichten sollen Teil des Dorfmuseums werden. Gesucht werden darum Sehestedterinnen und Sehestedter, die Anregungen liefern – in einem Workshop am Sonnabend, 18. März.

Wie war das damals, als die Fähre noch nicht Tag und Nacht fuhr? Wer hat noch in der Sehestedter Backstube sein Brot gekauft? Welche Veränderungen brachte die Kanalverbreitung mit sich? An diese und viele andere Details können sich etliche Bewohner der Gemeinde sicher noch lebhaft erinnern. „Wir wollen diese Erinnerungen sammeln, damit sie nicht verloren gehen“, erklärt Alexandra Koop, erste Vorsitzende des Vereins zur Förderung des Dorfmuseums.

Professor Karl-Heinrich Pohl. Fotos/Montage: Sabine Sopha

„Dorfgeschichte zum Mitmachen für Einsteiger“ heißt darum ein Workshop, der am Sonnabend, 18. März, veranstaltet wird. Um 15 Uhr geht es los im Gemeinschaftsraum des Pastorats. „Willkommen sind alle, die sich erinnern – und die aktiv mitmachen möchten“, ergänzt Julia Schäfer, die Initiatorin dieser Aktion.

Der Workshop am Sonnabend ist ein erster Schritt. „Wir suchen neue spannende Perspektiven auf die Dorfgeschichte und suchen Leute, die Lust haben, diese die mit uns zusammen zu entwickeln“, so Alexandra Koop. Der Workshop soll das anstoßen. Geleitet wird der Workshop von Christina Sachs und Karl-Heinrich Pohl.

Pohl ist Geschichtsprofessor und Leiter einer Arbeitsgruppe, die an einer Neuausrichtung des Museums arbeitet. Als Fachkraft wurde dafür Christina Sachs gewonnen. Die Historikerin mit einem Schwerpunkt in Public History (Geschichte in der Öffentlichkeit) hat zuletzt als Dozentin an der Europa-Universität Flensburg Lehramtsstudierende ausgebildet, aber auch bereits regionalgeschichtliche Erfahrungen gesammelt.

Christina Sachs

„Als erstes werden wir gemeinsam hauptsächlich überlegen, wie man historische Fragen an die Dorfgeschichte stellt“, erläutert Christina Sachs das Vorgehen. „Die Ideen würden wir sammeln und schauen, welche neuen Perspektiven auf die Dorfgeschichte sich daraus ergeben.“

„Die kleine Museumsmannschaft kann das nicht alles alleine leisten“, erklärt Alexandra Koop weiter. Daher ist daran gedacht, dass Sehestedter die Geschichten selbst aufschreiben. Aber das ist dann der nächste Schritt.

Jetzt hoffen die Mitglieder des Fördervereins auf zahlreiche Workshop-Teilnehmer, damit viele verschiedene Aspekte später ein Teil des Museums und der Ausstellungen werden können.

Anmeldung nach Möglichkeit bis zum 13. März bei Alexandra Koop, Telefon 04357 / 9964740. (sab)