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Es gab etwas zu feiern. 795 Jahre Lohmen und 30 Jahre Patenschaft mit Sehestedt. Versteht sich, dass zu diesem Anlass etliche Gäste aus der Kanalgemeinde nach Mecklenburg-Vorpommern reisten. „Toll war es“, lautete anschließend das einhellige Urteil. In einem Bus und mit etlichen Traktoren – so reisten die Sehestedter in ihre Partnergemeinde. Der Trecker-Treck mit den ÖlTimern war ein besonderer Höhepunkt. Minutiös hatte der Vorsitzende Bruno Dohrn alles geplant.
Außerdem begaben sich am Sonnabend knapp 40 Sehestedter in einem Bus auf die Reise. „Außer gute Laune brauchten sie nichts mitzubringen“, erklärt Bürgermeister Torsten Jürgens-Wichmann. Vom Imbiss gab es Verpflegung für alle („auch Kurze“, so Jürgens-Wichmann mit einem Augenzwinkern). Auch Kanalkönigin Katrin Naeve war mit von der Partie. „Ich war überrascht, dass so viele junge Leute dabei waren“, freut sich Jürgens-Wichmann.
Punkt elf Uhr erreichten die Sehestedter den Marktplatz von Lohmen. Die Sehestedter Kanalkönigin und die Lohmener Wollkönigin eröffneten die Feierlichkeiten und dann ging es Schlag auf Schlag. Auf dem Platz waren Stände mit Kunsthandwerk aufgebaut, am Nachmittag stieg eine Motor-Stunt-Show. Das Wetter war bestens, die Stimmung hervorragend. Am Abend wurde in der Festhalle eine Bilder-Show zur Partnerschaft gezeigt, anschließend ausgiebig in der Festscheune geschwoft „Es war brechend voll. Das war Spitze“, schwärmt Sehestedts Bürgermeister.
Er hatte zuvor auf der Motor-Stunt-Show großen Mut bewiesen. Gesucht wurde ein Freiwilliger, der auf einem Quad Platz nimmt, das dann akrobatisch auf den Hinterrädern unterwegs war. Die Hauptattraktion war der Sprung von einem Motorradfahrer über zwei Trecker – vier Meter in der Höhe und 28 Meter in der Breite galt es zu überwinden.

180 Bilder ließen die 30-jährige Partnerschaft der Gemeinden Revue passieren. Gezeigt wurden sie vor geladenen Gästen in der Festhalle. Sie erinnerten daran, dass die Lohmener Line Dancer auf der Sehestedter Fähre ein Tänzchen wagten. Oder an Freundschaften wie die von Ehrenbürgermeisterin Rita Koop und ihrem Mann mit Gudrun und Hartmut Hassel aus Lohmen.
Partnerschaft Sehestedt-Lohmen: Link

Die Lohmener erwiesen sich als gute Organisatoren. Ab 24 Uhr hatte Lohmens Bürgermeister Bernd Dikau einen Shuttle zu den Unterkünften organisiert. Untergebracht waren die Gäste in Ferienhäusern und im Hotel. „Die Übernachtungskosten wurden von der Gemeinde übernommen“, so Jürgens-Wichmann, der sich über die großartige Gastfreundschaft freute. Am Sonntagmorgen gab es in der Festscheune ein Frühstück für die Gäste, bevor diese zurückfuhren.

Trecker-Treck nach Lohmen und zurück
Bereits am Donnerstagmorgen waren die ÖlTimer gen Lohmen aufgebrochen. „Es war eine geile Tour bis zum Schluss. Technisch alles glatt gegangen“, schwärmt Rüdiger Sell. Allerdings gab es zwei Wermutstropfen. Und dazu zählte nicht der Regenschauer, der in Nortorf über die Traktoristen niederging. Aber die Männer waren vorbereitet, besonders jene, die auf ihrem Gefährt kein Dach über dem Kopf hatten: Schnell schlüpften sie in Regenzeug und Gummistiefel.

In Krummesse machten sie bei einem Italiener Halt, ansonsten gab es einen Stopp, wenn sich ein Parkplatz dazu anbot. Ihn Lohmen wurden die Fahrer in der Jugendherberge untergebracht, direkt hinter der Festscheune. Mit ihren Traktoren waren sie eine Attraktion während der Feierlichkeiten. „Es war gut, dass wir unsere Kutsche mithatten“, erzählt Rüdiger Sell. Denn immer wieder kamen Kinder und baten „Fahrt ihr noch mal?“. Am Sonntag kutschierten sie dann Ukrainerinnen um den Lohmener See. Die Gemeinde hatte Flüchtlinge aus den umkämpften Gebieten aufgenommen.
Vor der Rückfahrt wurden die Traktoren am Lohmener Recyclinghof vollgetankt. Wieder fuhren zwei Trecker hintereinander, dazwischen gab es eine Lücke für überholende Autos. So eine Fahrt ist nicht ganz ohne. Davon konnte sich Sabine Sopha vom Sehestedter Redaktionsteam überzeugen. Eigentlich hatten sie und Wolfgang Henze die ÖlTimer begleiten wollen. Doch eine Erkrankung machte ihnen einen Strich durch die Rechnung.
Das Video
Aber den ersten Kilometer durchs Dorf und über die Fähre nahm die Autorin hinter Gerd Thode auf dem roten Porsche-Trecker Platz. Schon der Aufstieg erfordert Gelenkigkeit. Und oben in luftiger Höhe werden Fahrer und Beifahrer ganz schön durchgeschüttelt. Auf diese Weise gut 260 Kilometer zurückzulegen, verdient Anerkennung.

Auf der Rücktour kurz vor Neumünster passierte es dann. Bei einer Pause mitten im Wald klagte Bruno Dohrn über Übelkeit. Die ÖlTimer handelten sofort und riefen einen Krankenwagen. Der brachte den Patienten nach Bad Segeberg ins Krankenhaus. Herzinfarkt lautete die Diagnose. Inzwischen geht es dem Vorsitzenden der ÖlTimer wieder gut.

Das Fazit
Trotz dieses Zwischenfalls schwärmen die Sehestedter noch immer von den Feierlichkeiten. „Was Lohmen da auf die Beine gestellt hat ist für uns eine Herausforderung“, sagt Torsten Jürgens-Wichmann. Denn zum 35-jährigen Bestehen der Partnerschaft in 2027 sind die Lohmener in die Kanalgemeinde eingeladen. Und dann wollen die Sehestedter beweisen, dass sie auch ein tolles Event auf die Beine stellen können.
Seit fünf Jahren agiert Sehestedt in der royalen Liga. Seitdem gibt es nicht nur eine Raps-, Kohl- oder Lamm-Königin in Schleswig-Holstein sondern auch eine Kanal-Königin. Die erste war 2017 Katrin Naeve. Und seit drei Jahren gibt es auch eine Kanalprinzessin. Denn die königlichen Aufgaben sind vielfältig und die Repräsentantinnen der Kanalgemeinde waren bisher jugendlich. So konnten sie sich die Arbeit teilen.
Momentan ist wieder Katrin Naeve die Königin. Sie hat die Gemeinde zum Beispiel auf der Grünen Woche in Berlin gut vertreten. Aber ihre Amtszeit geht im September zu Ende. Dann rückt Prinzessin Liesa Schäfer nach auf den königlichen Posten und es wird eine neue Prinzessin gekürt.
Bei der NOK Romantica, die in diesem Jahr am Sonnabend, 3. September, stattfindet, wird es so weit sein: Dann entscheiden die Sehestedter, wer ihre neue Prinzessin wird und „dann wird sie inthronisiert werden“, so Bürgermeister Torsten Jürgens-Wichmann. Jetzt werden noch Bewerberinnen gesucht. Sie sollten mindestens 15, aber höchstens 30 Jahre alt sein. Es geht nicht darum, wer die Schönste ist. Die Bewerberinnen sollten stattdessen ein wenig über ihre Gemeinde wissen. Und Spaß daran haben, in einem schönen Kleid mit anderen Hoheiten und Politikern für Sehestedt zu werben.

Von den zahlreichen Kontakten zeugen die vielen Sticker, die Katrin Naeve im Laufe ihrer „Amtszeit“ gesammelt hat. Und vielleicht werden einige andere Hoheiten bei der Romantica in Sehestedt dabei sein. „Unter anderem die Kohlkönigin aus Dithmarschen und die Rapskönigin aus Gettorf bekommen Einladungen zur Romantica“, verrät Torsten Jürgens-Wichmann.
Schriftliche Bewerbung bei Bürgermeister Torsten Jürgens-Wichmann mit Foto und einem kurzen Schreiben über die Beweggründe. Bewerbungsschluss ist Montag, 15. August 2022.

Lange war es still im Haus der Geschichte. Erst Corona und dann ein Wasserschaden. Darum war das Dorfmuseum lange geschlossen. Aber ab diesem Wochenende (9. und 10. Juli 2022) ist es wieder regelmäßig geöffnet.
In den Räumen oberhalb des Sehestedter Pastorats befindet sich eine kleine, aber feine Ausstellung zur Geschichte des Dorfes. Während der Corona-Einschränkungen war eine Öffnung kaum möglich. Das bedeutet aber nicht, dass der Förderverein untätig war.
Wer jetzt auf die Homepage (Link) geht, wird sehen, dass sich einiges getan hat. Denn es gibt eine Arbeitsgruppe unter Professor Karl-Heinrich Pohl. „Unser Ziel es ist, das Museum digital und modern aufzustellen“, so der Historiker, der dafür mit der Arbeitsgruppe ein Konzept erarbeitet hat.

Da ist als erstes die Homepage zu nennen. Mit professioneller Unterstützung von Regional Digital Schleswig-Holstein (Link) wurde eine neue Internetseite erstellt, die eng verknüpft sein wird mit den Hinweis-Steinen, die im Dorf verteilt sind. Sie sollen jeweils einen QR-Code erhalten, der die Nutzer dann auf kurze Texte der Museums-Page führt.
Die ersten Texte sind bereits entstanden. Weitere werden folgen. Die Rubriken sollen dann um Hintergrund-Material ergänzt werden. So werden Interessierte auch außerhalb der Wochenend-Öffnungszeiten die Möglichkeit haben, sich einen Überblick zu verschaffen.
Es gibt noch viel zu tun. Etliche Kapitel des Dorfes müssen bearbeitet werden: der Kanal, die Kirche, die ehemalige Backstube und heutigen Naturfarben. Zudem warten zahlreiche Materialen darauf, digitalisiert und so einem breiten Publikum zugänglich gemacht zu werden – auch bei einem Besuch im Museum, die Hardware dafür ist bereits vorhanden. Wer Interesse hat, ist bei der Arbeitsgruppe herzlich willkommen.
„Wir können Verstärkung gebrauchen – Menschen, die gerne mit anderen schnacken, die selber mehr über ihr Dorf erfahren möchten und dann Wissen weitergeben“, sagt Alexandra Koop, Vorsitzende des Fördervereins. Es werden auch Leute benötigt, die an den Wochenenden während der Öffnungszeiten anwesend sind und Fragen beantworten.
„Das Dorf hat eine abwechslungsreiche und interessante Geschichte“, so Sabine Sopha, stellvertretende Vorsitzende des Vereins. „Es gibt viele Details zu entdecken – unter anderem auf den historischen Aufnahmen, die das Museum besitzt“. Diese müssen zum Beispiel nach Themengebieten sortiert und digitalisiert werden.
Wer mitarbeiten möchte, kann sich an Alexandra Koop (alexandrakoop at web.de) oder Karl-Heinrich Pohl (pohl at histosem.uni-kiel.de) wenden.
Bruno Dohrn und Gerd Thode lieben es langsam. Sie sind Fans von Oldtimer-Treckern. Für ihre Gefährte haben sie jeweils einen Anhänger gebaut, in dem sie schlafen können. Damit werden sie am 8. Juni auf große Fahrt gehen. Begleitet werden sie von zahlreichen weiteren Trecker-Fans. Ihr Ziel ist Sehestedts Partnergemeinde Lohmen.
Es soll eine große Feier werden. Nach zwei Jahren Corona-Pause gibt es wieder ein Treffen der Partnergemeinden Sehestedt und Lohmen in Mecklenburg-Vorpommern. Das haben die „Öltimer“ als Anlass für eine Trecker-Tour genommen.

Seit 1990 besteht zwischen den Gemeinden Sehestedt (Schleswig-Holstein) und Lohmen (Mecklenburg-Vorpommern) eine Partnerschaft, die mit gegenseitigen Besuchen intensiv gepflegt wird. Corona erforderte eine Pause. Aber am Wochenende 11./12. Juni gibt es eine Feier in Lohmen, zu der die „Öltimer“ mit ihren Traktoren anreisen und zahlreiche Sehestedter in einem Bus.
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Den Oldimer-Club der Sehestedter Traktorfans gibt es seit neun Jahren. Seit 2019 sind sie ein eingetragener Verein unter dem Namen „Öltimer“. Der Verein hat 53 Mitglieder. „Der Besitz eines Treckers ist keine Voraussetzung für die Mitgliedschaft, viele sind passive Unterstützer“, erklärt der Vorsitzende Bruno Dohrn. Die Mitglieder kommen auch aus Owschlag, Blickstedt, Preetz, Owschlag und Regensburg. Jeden dritten Freitag im Monat treffen sie sich im Vereinsheim bei Bruno Dohrn.

Er selbst fährt einen roten Hanomag R35, den er „vor acht oder neun Jahren“ in Haby gekauft hat. Bei der Tour nach Lohmen hat er noch einen ebenso roten Anhänger dabei. Gefunden hat er ihn über das Internet. 300 Euro hat Bruno Dohrn für den ehemaligen DDR-Feuerwehranhänger bezahlt. Gemeinsam mit Gerd Thode – ebenfalls Trecker-Fan und stellvertretender Vorsitzender der „Öltimer“ – hat er ihn aus Sachsen geholt. „Die Tour war teurer als der Anhänger.“ In seiner Werkstatt hat er den Hänger verlängert und ausgebaut.
Der 70-Jährige ist spät zu seinem Hobby gekommen, da hatte er die 50 schon überschritten. Inzwischen hat Sehestedt durch sein Engagement und das der übrigen Mitglieder einen tatkräftigen Verein erhalten. „Brunos Trecker-Schloss“ verkündet ein Schild über der Werkstatt, die neben dem Clubheim der „Öltimer“ auf seinem ehemaligen Bauernhof liegt. Hier hat es nach Corona zwar wieder die ersten Treffen gegeben, aber noch ist der Verein nicht zu alter Form aufgelaufen, bedauert Dohrn.
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Mit fünf Treckern werden die „Öltimer“ jetzt auf große Fahrt gehen. Es ist nicht das erste Mal, dass sie mit ihren alten Zugmaschinen auf der Landstraße unterwegs sind. 260 Kilometer lang ist die Reise dieses Mal. Der Sehestedter hat vorher die Route abgefahren. Begleitet werden die „Öltimer“ von fünf Fahrzeugen des Oldtimerclubs Norby und Umgebung. Außerdem machen sich sechs Trecker aus Eckernförde unabhängig und mit Wohnwagen auf den Weg.

Am Donnerstag, 9. Juni, um 8 Uhr wird gestartet. Immer auf Landstraßen. Erst bis Neumünster und vor dort über Klein Kummerfeld, Wahlstedt, Altenweide und Barnitz bis zum Landhaus Klempau in Krummesse (Kreis Herzogtum Lauenburg). Die Eckernförder übernachten in ihren Wohnwagen, drei der Sehestedter im Landhaus. Doch Bruno Dohrn und Gerd Thode verlassen ihre Fahrzeuge auch in der Nacht nicht.
Im Anhänger von Bruno Dohrn finden ein einfaches Bett, Schränkchen und eine Kühlbox mit Stromanschluss Platz. „Für die ganz wichtigen Getränke“, erklärt er mit einem Augenzwinkern. Gerd Thode schläft auf dem Dach seines Anhängers. Auf die Idee kam er, als er einen VW-Bus mit Dachzelt sah. „Geile Sache“, lautete sein Urteil und kurz darauf war sein Anhänger entsprechend ausgerüstet. Das Zelt ist in zehn Minuten aufgefaltet und über eine Leiter zu erreichen. Thode und seine Frau haben einmal auf einem Campingplatz übernachtet. „Da sind wir bestaunt worden“, erinnert er sich.

Gerd Thode fährt einen knallroten Porsche-Trecker mit ebenso knallrotem Anhänger. Sein Porsche hat 40 PS und kann wie der Hanomag R35 von Bruno Dohrn treckerübliche 25 Kilometer pro Stunde zurücklegen. Den Anhänger hatte er ebenfalls über das Internet entdeckt. „In Görlitz wurden zwei Feuerwehranhänger versteigert“, erinnert er sich. Er hat mitgeboten und bekam für einen den Zuschlag.
„Ich habe das alte Feuerwehr-Rot entfernt“, berichtet er weiter und den Anhänger dann im selben Rot wie den Porsche-Trecker lackiert. Im Innern sind jetzt Utensilien untergebracht, die die Trecker-Freunde während ihrer Touren benötigen – wie zum Beispiel Getränke. Wo auch immer er mit seinem Gefährt auftaucht, sorgt er für Aufmerksamkeit. „Das Gespann ist ein Magnet.“









Am zweiten Tag der Tour sind die Trecker ebenfalls wieder um 8 Uhr am Start. Einen Teil der Strecke wird sogar … mitfahren. Über Ratzeburg und Mustin geht es bis Dechow. Von dort nach einer Pause weiter über Gadebusch, Grambow und Schwerin nach Pinnow. Nach einer Mittagspause im Gasthaus Petersberg folgt dann die letzten 50 Kilometer bis Lohmen, für die sie schätzungsweise gute zwei Stunden benötigen werden. „Autofahrer, die und entgegenkommen, sind freundlich“, schmunzelt Gerd Thode. „Die anderen oftmals genervt.“
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„Lohmen feiert gern“, stellt Bürgermeister Bernd Dikau auf der Internetseite der mecklenburgischen Gemeinde fest. Gründe für das Fest am Sonnabend, 11. Juni, gibt es gleich drei: 795 Jahre Lohmen, 30 Jahre Partnerschaft mit Sehestedt und 10 Jahre UKA Lohmen (Umweltgerechte Kraftanlagen).
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Am Sonntagmittag startet der Bus mit den Sehestedter Gästen wieder gen Norden. Die Trecker-Fans planen noch die Besichtigung des Agroneums Alt Schwerin (Landwirtschaftsmuseum), bevor sie ganz langsam Richtung Heimat rollen.
Eine private Initiative mit großem Erfolg. Rund 60 Old- und Youngtimer kamen zum Klassiker-Treffen nach Sehestedt, noch mehr Besucher und am Ende wurde symbolisch eine Spende von 4650 Euro an den Hospiz Dänischer Wohld überreicht.
Der Kieler Bauunternehmer Jan Karstens hatte die Idee zu der Veranstaltung „Klassiker treffen Klassiker“. Tatkräftige Unterstützer fand er bei den „Öltimern“, bei Holger Petersen vom Imbiss und der Gemeinde Sehestedt, außerdem bei zahlreichen Unternehmen der Region, die die Veranstaltung als Sponsoren unterstützten. Bei strahlendem Sonnenschein kamen rund 100 Oldtimer nach Sehestedt –Käfer und Bullis, Mercedes‘ und Enten, Trecker in allen Variationen sowie beliebte Zweiräder wie Vespa und Zündapp.
Eigentlich sollte die Veranstaltung um 15 Uhr beginnen. Doch bereits um 13 Uhr rollten die ersten Fahrzeuge an. Schließlich waren alle Plätze auf dem Parkplatz am KanalTreff, auf dem Vorplatz und im Freizeitpark besetzt.

Bei Musik, Brause, Bier und Bratwurst herrschte eine ausgelassene Stimmung. Und das Wetter konnte nicht besser sein. Es wurde gefachsimpelt und gestaunt – auch über einen „Youngtimer“, einen schwarzen Koloss der Peter Glindemann Group aus Grevenkrug mitten im Freizeitpark. Er machte sehr deutlich, wie die Entwicklung der Zugmaschinen fortgeschritten ist.
Ein Taktor-Oldie war währenddessen non-stop im Einsatz: Die „Öltimer“, der Trecker-Club aus Sehestedt unter Vorsitz von Bruno Dohrn, hatten einen Anhänger gebaut, in dem Besucher kostenlos eine Runde um den großen Grill drehen konnten. Vor allem die Kinder waren begeistert.

Die „Oldies“ unter den Besuchern bekamen vor allem leuchtende Augen, wenn sie vor Autos oder Zweirädern standen, mit denen sich Jugenderinnerungen verbinden. „In einem weißen Käfer haben wir uns kennengelernt.“ Willi Koop schwelgte mit Ehefrau Rita vor einem gelben Exemplar des Kult-Autos in Erinnerungen. Die Ex-Bürgermeisterin bekannte: „Mein Vater hatte nur ein Motorrad“. Mit Willi fuhr sie zum ersten Mal mit einem Auto. Und es kam zum ersten Kuss zwischen den beiden, die inzwischen seit Jahrzehnten verheiratet sind.

Die Besucher der Veranstaltung waren großzügig und kauften zahlreiche Lose, so dass Jan Karstens am Ende des Nachmittags überwältigt war. „Be a local hero“ – „Sei ein lokaler Held“, diesen Aufkleber erhielten alle Loskäufer und er prangte am Ende auf fast allen Jacken und Shirts. Die Preise waren von den Sponsoren des „Klassiker-Treffs“ zur Verfügung gestellt worden. Unter anderem von einer Sehestedterin. Sie hatte etliche selbstgestrickt Socken spendiert. Und auch Basti, Holger Petersens rechte Hand vom Imbiss, gehörte zu den Sponsoren.

4.650 Euro konnte Jan Karstens symbolisch an Friederike Boissevain vom Hospizverein Dänischer Wohld überreichen. Den „richtigen“ Scheck erhält der Hospiz Anfang Juni.
Der Kieler Bauunternehmer moderierte die Losziehung ausgesprochen launig. Er hat inzwischen auch ein Standbein in Sehestedt. Er ist an den Tiny Houses „Ufer 75“ beteiligt. Das Unternehmen möchte in der Nähe vom KanalTreff Mobilheime als Feriendomizile aufstellen.









Karstens und die übrigen Organisatoren waren sich einig: Der Klassiker-Treff soll im kommenden Jahr wiederholt werden. Sabine Sopha
Die Sponsoren
Eidergroup Sehestedt, Ufer 75, Eco Ferienlodges Sehestedt, Basti, J PK Ingenieurbau, Heiner Engel Goosschmiede, Windeby, Imbiss Sehestedt, Crosswork, TNG, Design By Gereby, Holtseer Landkäserei, Gut Grünhorst, Glindemann Group, Kruse Architekten, Binko und Hofmann Immobilien, Eckernförde Kiel, Dreizunull, Kreativ und Digitalagentur Kiel, B 61 Werksalon, Kiel , Sieh Tiefbau und Abbruchtechnik ,Falke Küchen
Die Idee war bereits 2021 entstanden, der Termin festgelegt worden: Ein Garagenflohmarkt in Sehestedt zugunsten der Jugend. Die Premiere Ende April war ein Erfolg, wenn auch mit kleinen Abstrichen. Viele der Anbieter können sich eine Wiederholung im kommenden Jahr gut vorstellen.
Garagen wurden aufgeräumt ebenso wie Dachböden. Dort sammelt sich im Laufe der Jahre vieles an, was nicht mehr gebraucht wird. Das konnte auf dem ersten Sehestedter Garagenflohmarkt verkauft werden. Der Vorteil für die Verkäufer: Sie konnte ihre „Schätze“ direkt vor der Haustür aufbauen. Die Standgebühr war mit fünf Euro nicht hoch – und noch dazu für einen guten Zweck. Denn: Organisiert wurde der Flohmarkt vom Jugendförderverein Sehestedt zugunsten der Sehestedter Jugend. „Es ist von allen Seiten gut angenommen worden“, lautete das Fazit von Robert Pöhls. „Es sind sehr gute Einnahmen für die Jugendlichen erzielt worden. 425,02 Euro sind direkt als Spende und als Standgebühr an den Verein gegangen“, freute sich der Vorsitzende des Jugendfördervereins.

Der Organisator hatte gründliche Vorarbeit geleistet. Vierzig Teilnehmer auf der Nord- und Südseite hatten sich angemeldet. Pöhls hatte Straßenpläne mit den Standorten der Teilnehmer gezeichnet, hatte rote Wimpel an alle verteilt. Auf diese Weise sollten die Markt-Stände möglichst einfach zu finden sein. Bei einem ersten Rundgang zeigte er sich ganz zufrieden. Nur auf das Wetter hatte er keinen Einfluss gehabt. Es war kalt und windig, also ziemlich ungemütlich.
Ein weiterer Nachteil: Am selben Tag fanden drei weitere Flohmärkte in der näheren Umgebung statt – einer davon auf dem Norla-Gelände. „Deren Termine waren bei der Festsetzung unseres Flohmarktes noch nicht bekannt“, erklärt Robert Pöhls. So war die Konkurrenz groß.

Dennoch waren zum offiziellen Beginn um 10 Uhr die ersten Besucher an den Ständen, suchten nach Kinderspielzeug, feilschten um günstige Preise. Es waren auswärtige Schnäppchenjäger aber auch Sehestedter, die bis 17 Uhr in den Garagen und vor Carports zwischen Mickey-Maus-Hefte, CDs und Haushaltswaren stöberten. „Durch diese Aktion erhoffen wir uns, dass die Sehestedter Bürger die Möglichkeit bekommen, endlich mal wieder ums Dorf zu ziehen, alte Schätze zu erwerben oder zu verkaufen und eingeschlafene Kontakte wieder zu aktivieren“, hatte Robert Pöhls im Vorfeld erklärt.
Auch professionelle Schmuckhändler suchten nach Gold- und Silber-Preziosen. Unterwegs mit dem Auto war auch ein Sammler von Heimatchroniken. Ein ungewöhnliches Hobby und der Mann musste oft genug die Erfahrung machen, dass die Aufzeichnungen entsorgt werden. Aber in der ehemaligen Landeszeitung-Redakteurin Sabine Sopha fand er eine Gleichgesinnte. Bei der Neuorganisation der Redaktion hatte sie etliche dieser Bücher vor dem Papierkorb gerettet. Diese lagen zwar nicht auf dem Flohmarkt-Tisch, aber vor dem Bücherregal im Kiebitzmoor wurden sie handelseinig. Exemplare, die der Sammler noch nicht hatte, überließ sie ihm für einen geringen Preis, weil ihre Bücherregale überquellen.

Als erfahrener Flohmarktgänger hatte der Sammler in die Sackgasse Kiebitzmoor gefunden. Die zerstreute Lage der Teilnehmer war ein kleiner Nachteil bei der Veranstaltung, denn bei dem kalten Wetter mochten nicht alle Besucher die entlegenen Anbieter zum Beispiel auch im Eiderblick aufsuchen. So äußerte Pöhls den Gedanken, beim nächsten Mal eventuell Anbieter aus den abgelegenen Straßen an einem Punkt zu konzentrieren. Eine Teilnehmerin war davon allerdings nicht so begeistert. „Dann muss ich alles dorthin schleppen. So konnte ich es direkt vor dem Haus anbieten.“
Robert Pöhls war jedenfalls trotz aller Widrigkeiten mit dem Ergebnis des ersten Sehestedter Garagenflohmarkts zufrieden. Neben den Einnahmen „konnte der Verein einige neue Mitglieder verzeichnen“. Sabine Sopha
INFO
Der Jugendhilfeförderverein: Link
Dem Verein geht es um die Unterstützung der Jugend im Dorf. Er hat zurzeit 42 Mitglieder, davon 23 Familien sowie Sponsorenfirmen. Da es sich seit 2019 um einen eingetragenen Verein handelt, können auch Fördergelder eingeworben werden – wie zum Beispiel für die musikalische Früherziehung im Kindergarten. „In diesem Verein heißt Jugendförderung aber nicht nur, Gelder einzusammeln und zu verteilen, sondern auch Anregungen zur Jugendförderung aufzunehmen und Initiativen der Jugendlichen und deren Eltern zu unterstützen“, erklärt Robert Pöhls.
In Sehestedt ziehen meist alle an einem Strang. Das zeigte sich auch kürzlich wieder, als die SPD zu einer Fahrraddemo aufgerufen hatte. Es ging um den Radweg entlang der Landesstraße L 42 – und knapp einhundert Bürger kamen.
Alexandra Koop, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Sehestedt, war mehr als zufrieden. Einhundert Demonstranten – das war ein großer Erfolg. Auch wenn sich niemand von den Politikern und Politikerinnen, die eingeladen worden waren, an der Aktion beteiligt hatte. Doch die Bürger aus Sehestedt und Umgebung, denen liegt es besonders am Herzen, dass der marode Weg endlich saniert wird.
Die Strecke ist eine Buckelpiste, voll Unkraut und viel zu schmal. Seit Jahren bemühen sich die anliegenden Gemeinden um eine Verbesserung.
Der Vorbericht: Link

Hubertus Fiedler, SPD-Vorsitzender aus Holtsee, hatte den Aufruf ebenfalls unterstützt. Und zahlreiche der Rad-Demonstranten stießen bei der Demo dann aus Holtsee dazu. So auch Annemarie Weber aus Hartzhof. Seit einem Unfall benötigt die 66-Jährige ein Fahrrad-Modell mit drei Rädern. „Victor“ heißt ihr Rad. Es werde in Dänemark viel gefahren, berichtet sie. Dort hat sie es bei einem Besuch ihrer Kinder kennengelernt. Damit kann sie sich sicher fortbewegen. Allerdings nicht entlang der L 42. „Ich habe es schon mal hier auf dem Radweg versucht“, erklärt sie. „Aber da komme ich nicht klar.“

Aus Sehestedt waren auch Mitglieder anderer Parteien mit von der Partie. Denn alle sind sich einig: Dieser Radweg ist eine Katastrophe. Bürgermeister Torsten Jürgens-Wichmann (CDU) verkündete anschließend denn auch eine gute Botschaft: Ministerpräsident Daniel Günther habe sich eingeschaltet und sehe eine Möglichkeit der Finanzierung.

„Es gibt eine Bundesförderung mit einem 75prozentigen Zuschuss, das Land müsste dann 25 Prozent zahlen“, erklärte Jürgens-Wichmann. Für dieses Jahr sei die Summe bereits ausgeschöpft, aber Staatssekretär Thilo Rohlfs arbeite gemeinsam mit dem Amt Hüttener Berge bereits an einem Antrag. „Es besteht die Chance, dass wir im kommenden Jahr berücksichtig werden.“
Wenn nicht, dann könne man die Aktion ja wiederholen, war von vielen Teilnehmern zu hören. Sabine Sopha
Sie sind Jung-Unternehmer im doppelten Wortsinn. Beide stammen aus Sehestedt und sind 18 Jahre alt. Seit kurzem betreiben Thore Langen und Leon Grimm eine Steinreinigungs-Firma. Die ersten Aufträge haben sie bereits erfolgreich ausgeführt.
„Wenn wir da waren, ist auch das ganze Unkraut weg.“ Leon Grimm versteht es, potenziellen Kunden die Dienste von „Steinreinigung Langen & Grimm“ schmackhaft zu machen. „Ob Pflastersteine, Terrassenplatten oder Natursteine – wir befreien sie von hartnäckigen Verschmutzungen“, werben sie für ihr Unternehmen.
Auf die Idee sind die beiden durch das Internet gekommen. Sie haben gesehen, dass diese Dienstleistung in Amerika vielfach angeboten wird. „Es gibt viele Unternehmen, die Gartenarbeit anbieten“, hat Thore Langen ermittelt. „Aber explizit Steinreinigung haben nur wenige im Programm“, ergänzt Leon Grimm. „Und die Nachfrage ist groß.“

Flechten und Moose sind die häufigsten Verschmutzungen auf den Steinen von Gehwegen oder Terrassen. „Wenn uns die Kunden beauftragen, sind die Steine grau“, sagt Leon Grimm. „Wenn wir fertig waren, sind sie rot.“ Um das zu erreichen, ist der Einsatz etlicher Geräte notwendig. Akribisch haben sie sich schlau gemacht, haben recherchiert, welche Geräte notwendig sind. „Die waren der größte Kostenfaktor“, sagt Leon Grimm. Neben Arbeitskleidung und Gummistiefeln mussten sie Hochdruckreiniger und Reinigungsmittel kaufen. „Dafür haben wir auf unsere Sparreserven zurückgegriffen“, erklärt Thore Langen. Denn: Die Idee für ein eigenes Unternehmen „war keine Schnapsidee“.
Die beiden haben einen Businessplan erstellt und eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) angemeldet. Haben eine Webseite (Link) konzipiert und Flyer verteilt. Das alles neben ihren Hauptaufgaben. Leon Grimm absolviert bei der Diako in Kropp eine Ausbildung zum Fachinformatiker, Thore Langen bereitete sich während der Planungsphase auf sein Abitur vor und macht jetzt ein Freiwilliges Soziales Jahr im Krankenhaus.Sie harmonieren gut miteinander. Die beiden jungen Männer sind seit ihrer Kindheit miteinander befreundet. Beide sind in Sehestedt aufgewachsen, gemeinsam in den Kindergarten gegangen und später zur selben Schule. Und nun sind sie gemeinsam Unternehmer.
Wichtig ist den beiden, dass bei den Reinigungsarbeiten die Umwelt nicht zu Schaden kommt. So verwenden sie biologisch abbaubare Reinigungsmittel. Und bevor sie den Hochdruckreiniger in Gang setzen, werden erst einmal lange Schläuche bis nächsten Abwasserabfluss ausgelegt. Auf diese Weise wird das Schmutzwasser entsorgt und spritzt nicht in die Umgebung. „Wenn wir gehen, ist alles blitzeblank“, erklärt Leon Grimm.

Außerdem werden die Ritzen verfugt. Dafür verwenden sie Quarzsand. „Der ist wasserdurchlässig“, so Thore Langen. Dann gibt es noch eine Nano-Versiegelung, damit Moose und Algen die kommenden Jahre keine Chance haben. Je nach Umfang der Arbeiten gibt es drei Angebote: 6.99 Euro, 8.49 oder 9.99 Euro pro Quadratmeter.
Ihr erstes Versuchsobjekt war die Terrasse der Eltern. Die Familien und Freunde haben den Plan der Jung-Unternehmer voll unterstützt. Jetzt haben sie bereits die ersten Kunden gehabt. „Die Resonanz ist sehr gut“, sagt Leon Grimm und fügt hinzu: „Wir sind die günstigsten, weil wir ja noch nicht so viel Erfahrung haben“.
„Wir sind flexibel und schnell vor Ort“, wirbt Thore Langen für ihre Arbeit. Momentan sind sie vor allem am Wochenende im Einsatz. Sie können sich vorstellen, dass es einmal ihr Hauptgewerbe wird, aber ihnen ist bewusst, dass das nicht von heute auf morgen gehen wird.
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Telefon: 0152 / 56355017 oder 0173 / 9120488
Wenn die Möwen zu Fuß gehen, fliegt die Marine noch immer. Jedenfalls mit ihren taktischen, beziehungsweise Search and Rescue-Helikoptern. In dieser Woche war einmal mehr das jüngste Mitglied der fliegenden Flotte im Tiefflug über dem Nord-Ostsee-Kanal zu sehen. Ein noch ungewohnter Anblick, nach knapp fünfzig Jahren Einsatz mit dem Westland Sea King.

Aber warum Tiefflug über den Nord-Ostsee-Kanal? Wem der Zufall hold war, der konnte in der Vergangenheit spgar einen der Marinehubschrauber beim Unterfliegen einer NOK-Brücke beobachten. Der Hintergrund ist, dass der Nord-Ostsee-Kanal die Schlechtwetter-Autobahn für die Marine-Helikopter von der Nord- zur Ostsee ist. Wenn kein Durchkommen nach oben durch tiefliegende Wolken oder die Sicht grottenschlecht ist, dann geht es tief runter über den NOK, um beispielsweise einen Notfallpatienten von Brunsbüttel zum UKSH nach Kiel zu bringen. Geübt werden muss dieses Schlechtwetterverfahren natürlich anfänglich auch bei gutem Wetter. Fliegerisch ist es eine überaus anspruchsvolle Herausforderung, für Top-Profis in den Marine-Cockpits.

Zurzeit wird der nahezu fünfzig Jahre alte Sea King gegen den brandneuen MH 90 Sea Lion von Airbus ausgetauscht. Das Marinefliegergeschwader 5 ist mit seinen Hubschraubern im niedersächsischen Nordholz, zwischen Bremerhaven und Cuxhaven stationiert. whe